
Weltreise durch Schleswig-Holstein - Einmal um die ganze Welt
Eine Weltreise mit dem Motorrad. Davon träumen viele. Grönland, England, Kalifornien – Traumziele, aber ganz schön weit weg. Denkste! Wir waren flugs da.
Schleswig-Holstein
Strecken-Achsen, Bikertreffs, Tankstellen und fertige Tagesrunden – alles zum Fahren.
Von der Redaktion gefahren und dokumentiert – mit Karte und GPX-Track zum Nachfahren.

Eine Weltreise mit dem Motorrad. Davon träumen viele. Grönland, England, Kalifornien – Traumziele, aber ganz schön weit weg. Denkste! Wir waren flugs da.

Zwischen Wacken und Winnetou liegen Kurven, Kanäle und viel Fahrspaß. Der Norden zeigt sich zwischen Bad Segeberg und Wacken von seiner schönsten Seite.

Auf in den Norden! Zwischen Elbe und Eider lässt es sich hervorragend Motorradfahren. Das friesische Ambiente sorgt für schnell einsetzendes Urlaubsfeeling.

Ostsee oder Nordsee: Wo soll er denn hingehen, der Kurztrip ans Meer? Unser Tipp: am besten an beide Küsten – mit ganz viel Wasser dazwischen! Perfekter Wegweiser: der Nord-Ostsee-Kanal, Kosename „NOK“.

Wer hätte geglaubt, dass Hamburg so viel für Motorradfahrer zu bieten hat. Gerade die hier vorgestellte Runde bietet neben einigen doch recht netten Kurvenstrecken allerlei Interessantes wie Deiche, Windmühlen oder mit Reet gedeckte…

Diese höchst reizvolle Nord-Tour führt einmal quer durch Schleswig Holstein und retour. Der Start findet sich am M&R Hotel Wikinger Hof in Kropp und führt zur Ostsee- und zur Nordseeküste.

Anders als im Binnenland entscheidet in Schleswig-Holstein oft nicht die Strecke, sondern die Anreise, ob ein Ziel mit der eigenen Maschine überhaupt erreichbar ist. Die vorgelagerten Inseln teilen sich für Motorradfahrer in drei Fälle: fest ans Straßennetz gehängt, nur mit verladenem Bike zu erreichen — oder gar nicht befahrbar.
Der einfachste Fall ist Fehmarn. Seit 1963 trägt die Fehmarnsundbrücke die B207 auf die Insel; ihr geschwungener Bogen hat ihr den Spitznamen „Kleiderbügel" eingebracht. Straße und Bahngleis teilen sich dabei den schmalen Überbau, seitlichen Schutz gibt es kaum — die Querung liegt voll im offenen Wind. Verladen muss hier aber niemand: Man fährt schlicht hinüber und ist auf der Insel.
Sylt ist das Gegenteil. Über den Hindenburgdamm ab Niebüll führt allein eine Bahnstrecke, keine Straße — die Maschine kommt also verladen mit. Man fährt sie selbst auf die offenen Autowagen des Autozugs, und nach der kurzen Fahrt durchs Watt rollt man in Westerland wieder herunter; Wind und Wetter hat man auf dem offenen Waggon die ganze Zeit dabei. Die einzige Alternative führt über Dänemark: die Autofähre von Rømø nach List. Das bedeutet allerdings einen Umweg hoch über die Grenze und auf der Insel wieder zurück nach Süden. In der Saison sind Autozug wie Fähre stark gefragt — wer sicher übersetzen will, kümmert sich früh um den Platz.
Föhr und Amrum hängen an den Autofähren ab Dagebüll; hier kommt die Maschine ganz normal mit an Bord, und drüben wartet ein eigenes Inselstraßennetz für eine Runde. Anders die Halligen: Nach Hooge oder Langeneß setzt man ab Schlüttsiel nur als Passagier über. Ein freies Befahren gibt es dort nicht — die Marschinseln haben kaum befestigte Wege, und Langeneß hängt zusätzlich an der schmalspurigen Lorenbahn, die dem Küstenschutz und den Bewohnern dient, nicht dem Reiseverkehr. Wer eine Hallig sehen will, lässt das Motorrad am Festland. Für das autofreie Helgoland gilt das ohnehin.

Dass kostenlose Fähren den Kanal queren, gehört zu den bekannten Eigenheiten der Region. Fürs Planen zählt vor allem, wo sie liegen: Rund um Rendsburg sind die Fährstellen so dicht gesetzt, dass ein langer Umweg kaum je nötig wird. Nobiskrug und Fischerhütte setzen unmittelbar bei Rendsburg über, Sehestedt weiter östlich Richtung Kieler Förde. Weil die kleinen Ponten der Großschifffahrt weichen müssen, sollte man bei knapper Zeit nicht fest mit einer Querung ohne Halt rechnen. Wer wetter- und wartefrei hinüber will, nimmt stattdessen den Straßentunnel unter dem Kanal bei Rendsburg; die hohen, windexponierten Kanalbrücken sind die dritte Variante. Unterm Strich ist die Querung nie das Problem — nur die Wahl zwischen Fähre, Tunnel und Brücke.

Dass der Wind auf den offenen Küstenabschnitten mitfährt, ist bekannt. Weniger auf dem Schirm haben Ortsfremde, dass auch Belag und Streckenführung der Marsch ein eigenes Fahrgefühl ergeben — flach heißt hier nicht automatisch einfach.
Die klassische Halbinsel-Runde an der Westküste. Von Husum geht es über Simonsberg in die Marsch hinaus nach Tönning an der Eider, weiter über Garding zum Seebad St. Peter-Ording mit seinen Pfahlbauten und dem riesigen Strand. Über Tating und Oldenswort führt die Strecke zurück Richtung Husum. Flaches, weites Land mit langen Geraden durch die Marsch, viel Himmel und reichlich Seitenwind auf den offenen Abschnitten – eine ruhige, landschaftlich starke Tour.
Von Heide durch das Dithmarscher Land an den Deich. Über Büsum mit seinem Hafen geht es entlang der Küste nach Süden zur Halbinsel Friedrichskoog (Seehundstation), dann weiter durch die Köge nach Brunsbüttel an die Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals. Rückweg über Marne und Meldorf. Reine Marschlandschaft mit Deichstraßen, Windschutz so gut wie nie – die Tour für Fans von Weite und Wattenmeer-Atmosphäre.
Eine Runde rund um Deutschlands meistbefahrene künstliche Wasserstraße. Start in Rendsburg mit der Eisenbahn-Hochbrücke und der darunter schwebenden Schwebefähre. Auf der einen Kanalseite über Hochdonn (mit der markanten Hochbrücke) Richtung Brunsbüttel, dort über eine der kostenlosen Kanalfähren auf die andere Seite und über Hohenhörn und Sehestedt zurück nach Rendsburg. Die kleinen, kostenlosen Fähren sind das Highlight – dazu mehrere imposante Hochbrücken, auf denen man den Seitenwind respektieren sollte.
Die wohl abwechslungsreichste Runde im Norden. Von Schleswig mit dem Wikinger-Erbe Haithabu am Ufer der Schlei entlang durch die sanft gewellte Landschaft von Angeln über Süderbrarup nach Kappeln mit seiner Klappbrücke. Weiter zum kleinen Fischerort Maasholm und an die Geltinger Birk, dann über Gelting und Sörup zurück. Die Schlei-Ufer und die Knicklandschaft von Angeln bieten hier mehr Kurven und Sicht als der Rest des Landes.
Über die Fehmarnsundbrücke auf Deutschlands drittgrößte Insel. Eine entspannte Umrundung führt von Burg auf Fehmarn zum Leuchtturm Flügge im Südwesten, weiter nach Westermarkelsdorf und an den Fährhafen Puttgarden im Norden mit der Fähre Richtung Dänemark vorbei und über Staberdorf im Osten zurück. Die offene Insellage bedeutet maximale Weite und exponierten Seitenwind, besonders auf der charakteristischen Fehmarnsundbrücke – dafür rundherum Meerblick.
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